• Stephanie Vonwiller

Über die Verwendung von Wörtern mit Begleitvorstellungen (Konnotationen)

Als Konnotationen werden Begriffe bezeichnet, die Nebenbedeutungen und Zusatzbedeutungen haben. Oder/und solche, die bestimmte Assoziationen bei Lesern wecken. Sie sind immer subjektiv besetzt. Das bedeutet, ein und dasselbe Wort, kann sowohl negativ als auch positiv besetzt sein. Das macht es häufig schwierig. Als Autor muss man also ein Gefühl für Worte und ihre Bedeutung entwickeln.

Das Gegenteil ist Denotation, also die Grundbedeutung eines Wortes.


Beispiel 1:

Hund = Grundbegriff (Denotation)

Hündchen, Fellnase = positiver Begriff (Konnotation)

Köter, Kläffer = negativer Begriff (Konnotation)



-> Versuchs mal selbst, mit dem Wort „Frau“


Als „Hund“ kann man auch einen Menschen bezeichnen ...

Wenn Du nun als Autor ein absoluter Hundefreund bist, wirst Du vielleicht irgendwo in einer wörtlichen Rede schreiben, dass jemand ein „gerissener Hund“ ist. Für Dich ist das vielleicht ein eher gut gemeinter Begriff, der aber bei anderen als negativ, „bissig“ oder „verschlagen“ ankommen kann. Eine weitere Assoziation mit dem Begriff ist z.B. mittlerweile ein Werwolf.


Nicht selten wird in Büchern von „großen Hunden“ als Synonym für Werwolf gesprochen.

Verwirrender wird es, wenn Du z. B. ein nettes Buch über einen Hund schreibst und zwecks der Wiederholungen ein Synonym dafür suchst. „Köter“ wäre der falsche Begriff dazu. Die allgemeine Vorstellung von Köter ist sehr negativ, obwohl beide Begriffe das gleiche bezeichnen. Es ist damit auch kein echtes Synonym! Da eignet sich eher „Vierbeiner“ oder „Rüde“ bzw. „Hündin“.


Es gibt immer unterschiedliche Meinungen zu ein und demselben Begriff, je nach dem, wen man fragt. Auch gibt es Unterschiede in anderen Kulturen oder Religionen. Dazu kommt, wie oben beschrieben, der Zusammenhang in dem er steht.


Beispiel:

Kakerlake

In Deutschland verbinden wir mit diesem Begriff eine extrem negative Ansicht. In Asien werden sie gerne gegrillt am Spieß gegessen.

Behalt’s im Auge ;-)


Eine „berühmte“ Konnotation ist das Wort „Asyltourismus“ welches durch die Sozialkontrolle der Bevölkerung gute Chancen hat, zum Unwort des Jahres 2018 zu werden.





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