• Stephanie Vonwiller

Rezension zu Drachenblüte

Autor: Andrew J. Ronin

Cover und Titel:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es symbolisiert auf den ersten Blick einen Fantasy Roman. Die dunklen Farben im Hintergrund, das leuchtende Violet der Blüte und rotgelbe Leuchten des Drachenauges versprechen Spannung. Auch den Titel finde ich gut gewählt. Er bildet mit dem Cover eine Einheit. Mich erwartet ein düsterer High Fantasy Roman.


Klappentext:

Die Drachenblüte ist das Symbol des Volkes der Eldár. Aufgeteilt in vier Häuser, sind die Eldárfürsten einflussreiche Mitglieder des Rates der Völker. Seit der Gründung des Rates blieb der Frieden auf dem Kontinent Thalion stets gewahrt. Das politische und kulturelle Zentrum des Kontinents ist die Stadt Thalios.

Fürst Sasuil, der in den dunklen Künsten ausgebildet ist und zudem ein großer Krieger verfolgt sein eigenes Ziel. Frieden ist ihm gleichgültig.


Story:

Die drei Kinder Pridos, des ersten Magiers erforschten nach dessen Tod die Magie. Jeder auf seine Weise. Magnus, Bradir und Gasuhl schrieben ihre Erkenntnisse jeweils auf. Daraus entstanden drei Bücher. Sie waren sich jedoch nicht einig und Magnus und Badir sahen im Vorgehen von Gasuhl eine Gefahr. Es kam zum Kampf. Bradir überlebte nicht, doch auch Gasuhl konnte ihn nicht gewinnen. So nahm Magnus das Buch an sich und ließ es versiegeln. Magnus wurde zum Vorsitzenden des geheimen Zirkels und Wächter der Magie in Thalion. Neben Magnus gibt es noch 10 weitere mächtige Magier( z.B. Saduj, Galduil, Daraw).


Auf dem Kontinent Thalion, in der Ratsstadt Thalios ist neutraler Boden und der Sitz des Rates der Völker. Der Vorsitzende ist der eldárische Fürst Palodil aus dem Hause Alanduin. Daneben gibt es Vertreter aller Bereiche. Zum Beispiel Kiria Goldkrug vom Zwergenclan der Rotbärte, König Ynuxl von den Ogúri, König Theofat aus dem Menschenreich Lansur und den Trollprinz Bogrus. Die Nahgril waren wegen ihres selbst gewählten Exils nicht vertreten und auch andere wie der Zirkel des Pridos oder die Zhadir nahmen nicht an Sitzungen teil. Dennoch wurden ihnen Plätze frei gehalten, sollten sie es sich eines Tages anders überlegen. Allerdings waren sich die Völker untereinander nicht immer einig und es gab Übergriffe und Streitigkeiten, die durch alle im Rat friedlich gelöst werden sollten. Trotz dieser Unstimmigkeiten, haben sich alle dem Frieden verschworen. Seit Beginn gibt es daher jedes Jahr Festspiele mit Wettkämpfen und hohen außergewöhnlichen Preisen.


Fürst Sasuil Nahgril will seine Familie aus dem selbstgewählten Exil führen. Er will seinen rechtmäßigen Platz im Rat der Völker einnehmen. Mit Hilfe der Magie Gasuhls, Steinsalamandern und Mächten aus dem Dämonenreich Olobaid plant er dieses Ziel zu erreichen. Er schafft es mit einer List den Drachen Kodrok auf seine Seite zu bringen.


Alte Feindschaften, Gier, Neid und Missgunst zwischen den Völkern brechen wieder auf und spielen Sasuil in die Hände. Er verwandelt den Kontinent im Verlauf in ein blutiges Schlachtfeld.


Charaktere:

Sasuil, der Eldárfürst aus dem Hause Nahgril: Ein Krieger und Magier

Nathas, Mentor von Sasuil

Wakár Marduin Nahgril: Vetter von Sasuil. Krieger und Kommandant der Leibgarde von Sasuil


Weitere: Das Volk der Eldár, Zwerge, Trolle, Menschen, Zhadir, Oger, Riesen, Ogúri, Gargoyles, Dämonen, Steinsalamander und Drachen.


Die Charaktere sind vielfältig und unterscheiden sich gut durch ihre Sprache und Handlungen. Sie alle haben ihre Geschichten, die sich nicht eindeutig nach gut und böse unterscheiden lassen. Hier wurden auch persönliche Schicksale, z.B. des Drachen Kodrok aufgezeigt und das Verständnis beim Leser geweckt, warum er sich Sasuil anschloss.


Schreibstil:

Der übergeordnete Erzähler ist hier sehr gut umgesetzt, wirkt zu keiner Zeit störend. Im Gegenteil. Der Autor hat es hier geschafft, mich als Leser in die Welt zu ziehen, trotz der mitunter notwendigen distanzierten Erzählung. Dadurch wird ein Tempowechsel erzeugt, der mich auch mal „verschnaufen“ lässt.


Der Text lässt sich flüssig lesen und die Namen und Orte lassen sich schnell merken. Nach und nach entsteht ein Bild im Kopf, dass auch durch die handgemalte Karte Thalions begünstigt wird.


Zur Not stünde auch ein Charakter Guide auf der Homepage zur Verfügung.


Fazit:

Ein großartiger High Fantasy Roman, der seinem Genre gerecht wird und Liebhabern von fremden Welten einige schöne Lesestunden bescheren wird.

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