• Stephanie Vonwiller

Welche Autorentypen gibt es?



Was sehr kreative Menschen gemeinsam haben, ist die Fähigkeit, gerne allein zu sein. Langeweile oder Einsamkeit sind ihnen fremd. Ihr Gehirn arbeitet ständig, auch nachts wenn sie eigentlich schlafen wollen. Die Neugierde ist ein weiteres Merkmal und unabdingbar damit verbunden, eine gewisse Bereitschaft zum Risiko. Autoren sind auch in der Lage, Trauer, Schmerz und Wut zu verursachen und im nächsten Moment dies alles in etwas Positives zu verwandeln. Das setzt die Fähigkeit voraus, sich empathisch in seine geschaffenen Charaktere hineinversetzen zu können.


Am Ende des Tages sind Autoren jedoch auch nur Menschen. Im Alltag habe ich täglich mit sehr vielen Autoren zu tun. Dies hier ist der Versuch, etwas Klarheit in die unterschiedlichen Charaktere zu bringen, die es unter den Autoren gibt. Nicht zu vergessen, dass auch Mischformen möglich sind. Ob mir das gelungen ist und zu welcher Gruppe oder Gruppen ich selbst gehöre, darf der Leser dieses Beitrages gerne entscheiden.



Entschlossene Autoren

Sind in der Regel selbstbewusst, informiert und gebildet. Sie erwarten klare Informationen und hassen Belehrungen. Treten entschlossen für ihre Ziele und Werte ein und sind diszipliniert. Sie haben keine Angst Fehler zu machen. Manchmal ohne Rücksicht auf ihr Umfeld. Ihr Schreibstil ist eher direkt, schonungs- und schnörkellos.

Unentschlossene Autoren

Sie haben keine große Ahnung, was sie wollen. Sind eher unsicher. Zu viele Alternativen überfordern sie, führen zu Blockaden und Stillstand. Manchmal auch zum Scheitern. Sie lassen sich von der Meinung anderer beeinflussen. Hinter allem steht auch die Angst zu versagen. Nehmen Kritik als verletzend wahr. Sie sind harmonieorientiert, schreiben auch so und immer mit Happy End.

Gesprächige Autoren

Kommen vom Hundertsten ins Tausendste. Hören sich selbst gerne reden. Tun sich schwer mit dem Fokussieren. Ihre Vorstellungen über ihr Autorenleben sind unklar, meist überzogen. Sie sind für äußerliche Einflüsse leicht empfänglich. Sie schreiben sehr detailliert und ausführlich.


Schweigsame Autoren

Sind zudem zurückhaltend. Zweifeln manchmal an sich. Sind nicht immer entschlossen. Dafür aber warmherzig. Sie leiden seltener an Schreibblockaden und haben immer neue Ideen und Gedanken. Ihre Texte sind eher kürzer, dafür gibt es mehr Vielfalt.

Misstrauische Autoren

Stellen viele Fragen, aber treffen weniger Entscheidungen. Fragen häufig mehrmals das gleiche nur in anderer Form. Sie sind realitätsfokussiert, aber häufig in negativen Themen gefangen. Sie schreiben eher Dystopien oder zeitkritische Literatur.

Würdevolle Autoren

Sind eher ruhige Menschen mit einer gehobenen Sprache. Sie hassen Distanzlosigkeit und zu viel Vertrautheit. Sie zeichnet eine hohe Ergebnisorientiertheit aus. Diese Autoren wirken eher etwas steif und spröde. Ihre Bücher sind oftmals von hohem literarischem Wert und/oder philosophischer Natur.


Furchtsame Autoren

Wirken eher unbeholfen und sprechen meist wenig. Nehmen Kritik persönlich. Sie sind eher introvertiert, hören gut zu und fühlen sich in kleinen Gruppen wohler. Sie sind ausdauernd und arbeiten konzentriert. Werke dieser Autoren, finden sich eher nicht im Mainstream. Häufiger im Sachbuchbereich.

Rechthaberische Autoren

Selbstbewusst, häufig ohne entsprechendes Fachwissen, oft anmaßend und unhöflich. Zuhören ist nicht ihre Stärke. Sie sind fokussiert auf ihre eigenen Ideen. Autoren aus dieser Gruppe schreiben in nahezu allen Genres, aber mit Vorliebe in den gerade angesagten.


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